Dann geschah das Undenkbare! Über den fassungslosen Köpfen der Bevölkerung tauchte ein eiförmiger Fleck am Firmament auf, der rasend schnell näher kam. In Kürze würde er die dünne Kruste des Kontinents durchschlagen, und in einem großen Feuerball explodieren. Kurz: es sah schlecht aus mit ihrer Überlebenschance...
Der vor langer Zeit zwischen Göttern und Dämonen geschlossene Pakt, der die Grenzen zwischen ihren Domänen regelt, war gebrochen worden. Denn das kosmische Projektil, welches mit Kurs auf Bonta auf die Welt der Zwölf zuflog, ging eindeutig von Letzteren aus.
Mit ihrer göttlichen Sicht sahen die 12 Götter deutlich, daß der Komet kalt wie Eis war. Zudem war er innen hohl und gefüllt mit einer zähflüssigen Substanz. Auf der Suche nach einer Antwort, wandten sie sich an Rushu, den Mächtigsten aller Dämonen. Doch dieser schmetterte ihre Frage ab mit dem lapidaren Kommentar, er habe keine Zeit, sich um "Steinchen in den Wolken" zu kümmern.
Die Zeit tickte. Es blieb den Göttern schließlich trotz aller Proteste nichts anderes üblich, als einen Abwehrplan zu schmieden. Also begannen sie über die beste Vorgehensweise zu debattieren. Und wie so oft konnten sich die Götter nicht einigen. Als Iop gerade zum x-ten Mal seine "Super-Idee" vorschlug, die ihm gerade gekommen war und die darin bestand, die Welt der Zwölf einfach aus der Bahn des Kometen wegzubewegen, sah die Göttin Crâ mit großem Schrecken, daß der Komet bereits sehr nah war. In wenigen Minuten würde er in Bonta einschlagen. Ohne auf die Proteste der anderen Götter zu achten, spannte die Göttin daher ihren magischen Bogen und verschoss einen Explosionspfeil. Treffer! Der Kristall zerbarst mit einem lauten Knall in tausend Teile und setze eine Wolke dunklen Nebels frei, die sich knisternd auf Amakna niedersenkte.
Es heißt, daß so die Minotoror-Insel entstand, gebildet aus einem der großen Fragmente des Kometen, der ins Meer hinabstürzte. Hingegen vermag niemand zu sagen, was aus den vielen anderen Kometenteilen wurde, die ins Meer fielen.
Währenddessen drohte auf dem Festland ein Regen aus scharfkantigen Kristallsplittern ganze Zivilisationen auszulöschen. Voller Schrecken verkrochen sich die Einwohner im nächstgelegenen Unterschlupf, wohl wissend, daß dieser sie nicht retten würde.
Da geschah es, daß förmlich aus dem Nichts eine gespenstige Gestalt auftauchte. Gelassen trat die zeitlose Magierin Nehra aus einem Ring aus Flammen heraus und begann wortlos und systematisch die gefährlichen Kristallsplitter mitten im Fluge zu vernichten. Überall ward sie gesehen -von Sufokia bis Bonta- wie sie ohne Unterlass Mensch und Monster vor der Bedrohung beschützte.
Doch all dies war nur der Anfang. Denn kurz darauf senkte sich die Wolke dunklen Nebels knisternd und bedrohlich über das Land und eine abscheuliche Verwandlung harmloser Kreaturen in riesige Monsterformen setzte ein
