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Sie sind wieder da, um Übeltaten zu durchkreuzen, oh ja, die Welt vor der Zerstörung zu bewahren, ihre Version der Geschichte zu bejahen und die Wahrheit ans Licht zu bringen, keine Grenze kann sie zum Innehalten zwingen: Nada und Verukter bringen mehr Licht ins Dunkel als die Strahlen der Sonne, sie retten uns vor den Zeitanomalien, so eine Wonne!

Das verzerrte Spiegelbild von Verukter schnitt in einem Vergrößerungsspiegel eine Grimasse. Er untersuchte seine Eckzähne aufs Genauste.

„Bischt du schischer, dasch isch nischts tschwischen den Tschähnen habe?“

Hinter dem Schreibtisch nahm Nada Skelett nicht einmal die Nase aus der Akte, die sie gerade las:

„Tausendprozentig sicher, Mister …“

Der Xélor schob den Spiegel beiseite, der an einem metallischen Arm von der Decke hing. Dann fuhr er sich mit der Zunge über die Schneidezähne.

„Ich liebe Sonnenblumenkerne, aber die bleiben überall stecken …“ Er wendete sich wieder der Akte zu. „Also, was denkst du?“ Dann schweifte er erneut ab. „Ich frage mich, wo Renniks seinen Vorrat herhat. Die Kerne, die ich auf dem Markt finde, knacken nicht so schön …“

  • „Dieser Typ ist ein ganz schöner Mistkerl!“
  • „Wer? … Renniks? Übertreibst du nicht ein wenig …“ Nach einer Denkpause fügte er hinzu: „Es stimmt schon, dass er mir manchmal auf die Bandagen geht und ich ihm am liebsten sagen würde, dass er mal halblang machen soll. Du willst mehr Beweise? Okay, dann solltest du nicht alle abtun, die ich dir bringe! ‚Das glauben die Geschworenen nie im Leben, Mister.‘ ‚Das ist nur ein Fleck auf deiner Brille, Mister.‘ ‚Der Augenzeuge ist blind, Mister.‘ Wenn er mich so runterputzt, wird’s bestimmt nicht besser …“
  • „Ich rede von Leorictus.“
  • „… Ganz im Gegenteil, du Versager!“
  • „Ich spreche von Leorictus!“, wiederholte Nada ein bisschen lauter.
  • Lange Stille. „… Oh!“

 

Der junge Xélor beugte sich über die Akte, die ihm die strahlende Sram hinhielt.

Vorname: Leorictus

Name: Sheran Sharm

Klasse: Unbekannt

Beruf: König von Bonta

Besonderheit: Dem Wahnsinn anheimgefallen

Eckdaten:

  • Leorictus wird im Jahre 538 zum König gekrönt.
  • In den Jahren 551 und 552 beobachtet der König von Bonta die Ereignisse, die auf die Vereisung von Frigost folgen, aus sicherer Entfernung.
  • 554 greift Djaul Bonta an, stößt jedoch auf unerwarteten Widerstand. Die Weiße Stadt startet einen Gegenangriff: Brâkmar erleidet eine Niederlage, Leorictus tötet den Prinzen der Dunklen Stadt und beansprucht die Krone für sich.
  • 555 scheint der König von Bonta auf unerklärliche Weise langsam den Verstand zu verlieren. Ab diesem Zeitpunkt erhält er den Beinamen „Der Fratzenkönig“.
  • 564 probt das Volk den Aufstand und die Beschützer verlassen Bonta.
  • 567: Fall und Tod von König Leorictus, der sich von den Mauern seines Palastes stürzt. Dies ist der Beginn der Verfolgung der Übermagier, die den König bis zum Schluss unterstützt hatten.
 

„Mja … Die Jahreszahlen scheinen schon zu stimmen, aber sie haben alle nachweislich seltsamen und abnormen Tatsachen ausgelassen. Außerdem fehlt da ein bisschen der Humor … Wer hat das geschrieben?“

  • „Renniks. Er hat mir die Akte heute Morgen gegeben.“
  • „Toller Bericht!“, verbesserte sich Mister sofort. „Hm … Allerdings muss ich die Informationen vervollständigen. Wie du gelesen hast, war er nicht immer ein … ‚Mistkerl‘. Er ist einer geworden. Die Frage ist nur: zu welchem Zeitpunkt?
  • Ich würde sagen, dass …“, sie machte mit den Fingern Anführungszeichen in der Luft, „… sein ‚Sonnenblumenkern‘ einen Knacks bekommen hat, als er sich die Krone des Prinzen von Brâkmar geschnappt hat“, behauptete Nada frech.
  • „Absolut! Und cooles Wortspiel.“
  • „Danke! Als er die dunkle Krone auf die weiße setzte, hat die Last der Verantwortung für zwei Nationen sein Unterbewusstsein überwältigt, auch wenn er tatsächlich nur über Bonta regierte …“
  • „Nein, das denke ich …“
  • „Er zog es vor, die Realität zu leugnen, und wurde Opfer eines Syndroms, das man in der Psychologie ‚Berg Naut‘ nennt, nach einem kleinen Dorf, das viel zu lange unabhängig lebte und seine Bewohner mit solcher Verbissenheit zur Arbeit antrieb …“
  • „Nada, ich …“
  • „… dass sie selbst nicht bemerkten, dass sie in einem Teufelskreis gefangen waren. Wer vor Stress oder Erschöpfung nicht starb, wurde schlicht und ergreifend wahnsinnig! Dabei wissen wir heute, dass man sich nur sieben Mal um sich selbst drehen und sich hinlegen muss, bis das Leiden abklingt – einmal pro Tag, sieben Wochen lang –, damit man das Berg Naut loswird … Das ist ja nicht so schwer!“
  • „Ja, nein … Du liegst komplett daneben!“, widersprach Verukter, der schon beim Gedanken daran Schweißausbrüche bekam, die These seiner Kollegin anzufechten, die auf einmal sehr an einer Akte interessiert war. „Hm … Versuche bitte, für andere Theorien offen zu sein, ja?“
  • „Das bin ich doch immer. Solange sie nicht lächerlich sind.“
  • „‚Lächerlich‘ … Echt jetzt? … Okay, kommen wir zu Leorictus’ Wahnsinn zurück …“ Er holte tief Luft. „Die Krone des Prinzen von Brâkmar war meiner Meinung nach mit dem Fluch von Erazal belegt, einem Nekromanten aus dem Zirkel, der Prinz Djamal in dieser Zeit nahestand.  Erazal war außerdem kurze Zeit nach seinem Sieg über Brâkmar auf Leorictus’ Befehl hin von Ilyzaelle verfolgt, aufgespürt und ermordet worden. Der Wahnsinn hat sich ein Jahr, nachdem der gute König in Besitz der Krone gelangt war, manifestiert, was für eine verzögerte Verzauberung charakteristisch ist, welche die Korrelation zwischen Hexer und Verhextem aufgrund der zeitlichen Entfernung zwischen den Ereignissen vernebeln soll.“

 

Verukter machte eine Pause, damit sie diese Informationen verdauen konnte. Agentin Skelett rührte sich nicht. Er wusste, dass das reine Höflichkeit war. Was er ihr gerade erzählt hatte, fiel ganz genau in die Kategorie „lächerlich“.

„Leorictus ist verflucht und wird der Fratzenkönig. Er stirbt und die Geschichte hätte dort enden können.“

  • „Das ist meistens so, wenn man stirbt. Dann ist es … vorbei.“
  • „Höre ich da ein wenig Skepsis heraus“, frotzelte Verukter.
  • „Ich höre dir zu, Mister. Überrasche mich doch … noch einmal.“
  • „Diese Ereignisse haben sich vor fast hundert Jahren zugetragen. Und ich glaube, dass der Fratzenkönig uns mehr als nur eine Fratze hinterlassen hat … Der Elfenbein-Dofus ist nämlich zur selben Zeit verschwunden. Er wurde viele Jahre später in Externam wiedergefunden. Niemand weiß, wie er dorthin gekommen ist! Und ich habe eine Hypothese dazu: Ich denke, dass Leorictus mit Dardondakal und seinem Ei in Verbindung stand und der tote Fratzenkönig den Elfenbein-Dofus auf seine letzte Reise mit sich nahm, um ihn zu den Ufern von Externam zu bringen!“
Leorictus in the Dofus novel – Volume 5: Of ashes and ivory

 

Nada erhob sich und ging zur Mitte des Büros für seltsame und abnorme Tatsachen. Ohne ein weiteres Wort drehte sie sich sieben Mal um sich selbst und legte sich auf den Boden. Im gleichen Augenblick klopfte es an der Tür: Agent Renniks trat ein. Er stieg über die Sram, ohne ihr viel Beachtung zu schenken.

„Agent Mister, hat Ihnen Agentin Skelett die Akte gegeben, die ich ihr heute Morgen anvertraut habe?“

  • „Oooh, Agent Renniks! Ich meinte gerade zu Nada, dass ich verrückt nach den Sonnenblumenkernen bin, mit denen Sie das Büro der BSAT versorgen! Ich habe die Akte über den Fratzenkönig erhalten: wunderbar formuliert! Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, Romane zu schreiben?“
  • „Mister, ich habe Ihnen diese Akte zukommen lassen, weil ich denke, dass sie mit der Akte in Verbindung steht, die SIE mir letzte Woche gegeben haben …“
  • „Wir tauschen so viele Akten aus, dass ich ein bisschen den Überblick verloren habe …“
  • „Die Angelegenheit der Schlächterin von Brâkmar steht mit der des Fratzenkönigs in Verbindung, Mister. Daran besteht kein Zweifel, doch momentan … fehlen mir die Beweise!“

 

Fortsetzung folgt …

die Zeitanomalien werden mit dem nächsten Update ins Spiel integriert Eliokalypse: Resonanz. Macht euch bereit!