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Die Bewohner der Welt der Zwölf sind jeden Tag mit seltsamen und abnormen Tatsachen konfrontiert … und es ist allen völlig egal! Wirklich allen? Nein! Nada Skelett und Verukter Mister erfassen diese Tatsachen, untersuchen sie und versuchen sogar, Antworten darauf zu finden. Meistens liegt die Wahrheit woanders begraben, aber bei den Zeitanomalien ist die wahre Frage, die man sich stellen sollte: Wann?

Vor einer Woche hatte Renniks Verukter Mister und Nada Skelett mit der Akte Fratzenkönig betraut. Gleichzeitig hatte er ihnen grünes Licht gegeben, im Fall der Schlächterin von Brâkmar, bei dem sie die Indizien selbst zusammengetragen hatten, weiter zu ermitteln. Der Chef des Büros für seltsame und abnorme Tatsachen war überzeugt, dass eine Verbindung zwischen diesen beiden Fällen bestand: Zum einen war da die Geschichte eines Maskeradors, der in der Nähe des Zaaps von Brâkmar eine Vision von Julith gehabt hatte; zum anderen war Renniks von einem Osamodas kontaktiert worden, der vor seinem eigenen Spiegelbild erschroken war, das er im Zaap von Bonta erblickt hatte: anstelle seines Gesichts sah er das Gesicht eines Bösewichts, der ihn mit einem schrecklich verzerrten Grinsen anstarrte. Nach der Erstellung eines Phantombilds (diesmal durch einen professionellen Zeichner), stellte sich heraus, dass die dämonische Silhouette das Ebenbild von Leorictus Sheran Sharm, besser bekannt unter seinem Spitznamen „Fratzenkönig“, war.

Für die beiden Fahnder führten derzeit alle Spuren zu den Zaaps. Was war da los? Spielten die Zaaps verrückt? Wurden sie zweckentfremdet oder waren diese … Anomalien bei der Nutzung schon immer aufgetreten? War in den Zaaps eine Art Ostew-Überraschungsei versteckt?

Mister und Skelett hatten keine Zeit mehr, all diese Fragen zu klären: Es war wieder etwas passiert …

 

*****

 

Amakna

Am Rande des Schattenwalds

8:02 Uhr

Nur wenige Kameter von einem Zaap entfernt hatte sich Agentin Skelett über ein Loch gebeugt, das von kleinen Häufchen dunkler Erde umgeben war. Sie hielt ein Heft und einen Stift in der Hand und trug eine Stielbrille mit mehreren runden Gläsern, die wie bei einem Teleskop von groß nach klein hintereinander angeordnet waren. Auf dem Stiel der Brille befand sich ein Knopf. Mit jedem Knopfdruck hob sich ein dünner Metallarm, an dem eine Lupe befestigt war, um die Sehschärfe anzupassen. Nach einigen Minuten erstattete Nada Bericht:

„Ich sehe überhaupt nichts,Mister.“

Der Xelor stand hinter ihr und blickte in eine andere Richtung. Er wusste bereits, dass sie das sagen würde. Er knackte einen Sonnenblumenkern mit seinen Backenzähnen auf, holte ihn wieder aus dem Mund und entfernte die Schale, bevor er den Inhalt verschlang.

„Ich wusste, dass du das sagen würdest … sagte Verukter, bevor er in dem an seinem Gürtel befestigten Beutel nach einem weiteren Sonnenblumenkern angelte.

  • Nein, du verstehst nicht, Mister, erwiderte sie und nahm die Brille ab. Ich spreche von deinem Gerät hier, DAMIT sehe ich überhaupt nichts! Ohne Brille hingegen … sehe ich eine ganze Menge!
  • Oh … entgegnete der Spezialagent kleinlaut und warf einen weiteren Sonnenblumenkern in seinen Mund. Na dann, leg mal losch!
  • Erstens ist hier ein Handabdruck zu sehen, begann Nada und zeigte mit ihrem Stift auf eine Erdscholle. Davon können wir zwar keinen digitalen Abdruck nehmen, aber es ist schon mal ein Anfang … Zweitens habe ich Schlickspuren entdeckt und zwar hier … und hier, obwohl der Boden überall anders relativ trocken ist. Außerdem ist in dieser Schlickspur hier eine Art … (sie nutzte ihren Stift, um eine bräunliche Masse hochzuheben) duftende „Vegetation“ zu erkennen, die überhaupt nicht zum Biotop passt. Diese Art von Sedimenten findet man eher in einem Küstengebiet.
  • Mhm …, stimmte Verukter schließlich zu.
  • Dasselbe gilt für dieses Moos hier, das eher am Ufer von Wasserläufen wächst … Diese Spuren scheinen aus dem Loch zu kommen und zu (sie drehte sich langsam in Richtung des Portals) … diesem Zaap zu führen.
  • Oder umgekehrt.
  • Was?
  • Naja, vielleicht kommt „das hier“ aus dem Zaap und verschwindet dann im Loch, schlug Mister vor.
  • Du meinst, dass wir es mit einem Griesgräber zu tun haben, Mister?
  • Du vergisst den Handabdruck.
  • Ein … „Wer-Griesgräber“ vielleicht?
  • Aaaah … Das würde mir gefallen, Skelett (träumerisch). Wirklich. Leider passt das nicht zu dem, was SIE sagt, erklärte er und zeigte mit dem Finger auf eine junge Eniripsa, die sich am Fuße eines Baums zusammengekauert hatte.
  • Vielleicht hätten wir damit beginnen sollen …
  • Ja, aber dann hättest du mir nichts von deiner Theorie des „Wer-Griesgräbers“ erzählt, frohlockte der Xélor, während er einen weiteren Kern mit seinen Zähnen aufknackte.

 

*****

 

Agentin Skelett näherte sich dem jungen Mädchen. Es schien unter Schock zu stehen: Es hatte seine Lippen fest zusammengepresst und seine kleinen Flügel waren völlig zerknittert. Außerdem glänzte eines seiner Augen. Das andere war hinter einer weißen Augenklappe mit einem aufgenähtem roten Kreuz versteckt.

„Fräulein?

  • Elly! Elly Verdrai, informierte sie Verukter und näherte sich ebenfalls.
  • Guten Tag, Fräulein Verdrai, könnten Sie mir sagen, was genau Sie gesehen haben?
  • Also gleich vorweg mal … begann sie, während sie sich zu Mister umdrehte: Ich habe WEDER einen Wer-Griesgräber NOCH einen mit einer dieser behaarten Kreaturen, die unterirdische Gänge graben, gekreuzten Enutrof gesehen!“

Der Xelor bedeutete der Eniripsa hinter dem Rücken von Skelett mit großen Gesten, mal halblang zu machen, aber als Nada sich umdrehte, änderte er seine Geste und tippte sich mit dem Finger an die Schläfe.

„Wollen Sie damit andeuten, dass ich verrückt bin? Ich sehe Sie ganz gut von hier!

  • Aber nicht doch … Diese Geste nutzen wir oft im Büro für seltsame und abnorme Tatsachen … Sie bedeutet, dass wir … an … etwas richtig Großem dran sind! Etwas Riiiiesengroßem …
  • Mister.
  • Ja, schon gut.“

Verukter trollte sich, um etwas weiter weg an seinen Kernen weiterzuknabbern.

„Agentin Skelett vom Büro für seltsame und abnorme Tatsachen.“

Sie gaben sich die Hand.

„Erzählen Sie mir, was Sie gesehen haben, Elly.

  • Ich machte gerade einen Spaziergang und pfiff eine fröhliche und zugleich beängstigende Melodie, die mir schon seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf geht … Ein richtiger Ohrwurm … Aber urteilen Sie selbst!“

Sie erhob sich und begann zu pfeifen.

„Tatsächlich.

  • Da sah ich plötzlich, wie eine Hand den Boden durchbohrte, sodass Erdbrocken in alle Richtungen flogen! Dieser Hand folgte eine zweite … danach tauchte ein behaarter Kopf auf … und bald konnte ich den Oberkörper einer Frau erkennen.
  • … der aus dem Boden herauskam.
  • Ganz genau! Zuerst dachte ich, es handelt sich um eine Sadida, die dabei ist … neue Kraft zu tanken (die machen manchmal sehr seltsame Dinge in der Natur) … bevor ich feststellte, dass sie halb Frau, halb … pflanzlich oder mineralisch war, keine Ahnung welches von beiden eher zutrifft … Sie begann, sich vorwärts zu bewegen … Ich will nicht sagen, sie ging, denn ihre Füße konnte ich nicht sehen, nur eine Art Moos … das bei jeder Bewegung ein widerliches Geräusch machte. Sie erinnerte mich an eine dieser Kreaturen, die vor einiger Zeit aufgetaucht sind … wissen Sie, welche ich meine? Sie scheinen gleichzeitig tot und lebendig zu sein …
  • Die … Enutrofs?
  • Eine weniger geizige und noch etwas totere Version davon …
  • Ah ja, ich weiß! Die Immortalier?
  • Ja, genau die! Um es kurz zu machen: Sie war schlecht beieinander. Deshalb habe ich ihr meine Hilfe angeboten … Ich hatte nur gute Absichten … Da blickte sie mich mit ihren … leeren … Augen an, die leer im tatsächlichen Sinne des Wortes waren! Und sagte zu mir … Hm, hm … (Elly nahm eine heisere und gespenstische Stimme an): „Agonie braucht niemandes Hilfe und schon gar nicht die eines kleinen Mädchens, das sich für eine Heilerin hält. Geh wieder mit deinen Puppen spielen! Die Last der Agonie hat nun Agonie zu tragen, welch traurige Ironie …“
  • Hm … Ich frage mich, ob ihre Aussage eine versteckte Botschaft enthält …
  • Wirklich eine Frechheit, was diese alte Pflanze da von sich gab! Das ist der Tropfen, der das Fass …
  • … voll Schlick zum überlaufen brachte?“

Die Eniripsa blickte die Sram an.

„Bitte entschuldigen Sie, ich glaube, das Verhalten meines Kollegen hat auf mich abgefärbt …

  • Skelett! Sieh dir das mal an!
  • Wenn man vom WuWulf spricht … Ich bin gleich wieder da!“

*****

 

Mister hatte sich vor dem Zaap auf den Boden gesetzt und einen seiner Ordner aufgeschlagen.

„Ich habe mal diese Akte geholt, während du mit deiner Freundin geschwätzt hast …

  • Während ich mit meiner Freundin geschw …
  • Pst! Lies dir lieber mal das hier durch …“

Verukter überreichte ihr die Akte:

Vorname: Agonie

Name: Unbekannt

Klasse: Unbekannt

Activité: Mächtige Nekromantin

Hobbies: Töpferei; aschfahle Herzen formen/Tod säen; Tote zum Leben erwecken

Besonderheit: Soll die Mutter von Raval sein, dem Beschützer des Monats Septanger

Eckdaten:

  • Agonie soll die aschfahlen Herzen hergestellt haben, bevor sie einen Teil davon ihrem Sohn Raval anvertraute (wann genau das war, ist nicht bekannt …).
  • Im Jahre 647, als der Turm der Versteinerten Gesänge von Göttern angegriffen wurde, verschwand Agonie mit einem aschfahlen Herzen. Das Ergebnis: der Turm wurde zerstört und Agonie hat sich mit dem aschfahlen Herz „Luft“ … in Luft aufgelöst.
  • Raval nutzte die aschfahlen Herzen seiner Mami, um Solar (ehemaliger Wächter des Monats Javian) und Bethel Akarna (Osamodas-Zauberer) wieder zum Leben zu erwecken (ach ja, nebenbei stellte er noch eine Armee von Immortaliern auf). Die Folge davon: Die Götter verliehen ihren Anhängern neue Kräfte, damit diese die Immortalier-Armee von Raval bekämpfen können.

 

„Hmm … Interessant, aber eigentlich wissen wir nicht sehr viel über diese Agonie … stellte Nada fest.

  • Nein, aber wir kommen voran.
  • Echt?!
  • Ist es dir nicht aufgefallen, Skelett? Das ist das erste Mal bei diesen drei Fällen, dass wir es nicht nur mit einer „Vision“ zu tun haben (er zeigte auf das gähnende Loch im Boden). Dieses Mal haben wir einen handfesten Beweis … und das hier! Hehe … Das wird Renniks gefallen …“

 

Fortsetzung folgt …

Wenn ihr euch ebenfalls an den Ermittlungen über diesen Charakter beteiligen möchtet, findet ihr Informationen dazu in folgenden Geschichten:

  • Roman DOFUS – Band 5: Aus Asche und Elfenbein, im Ankama Shop erhältlich (nur auf Französisch)
  • DOFUS MMORPG: Die Quest nach dem Elfenbein-Dofus
  • WAKFU MMORPG: Der Mineralturm

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